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RT @INEOS_Shale: Once #shale gas wells are producing they will have a very small footprint and can provide #gas silently for up to 20 years…

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6. Mai 2015

Deutschland steht einigen ernsten energiepolitischen Herausforderungen gegenüber. Morgen wird der Bundestag die erste Lesung zu einem Gesetzentwurf abhalten, der die Regulierung der Schiefergasförderung zum Inhalt hat, eine potentiell bedeutsame heimische Energiequelle.

„Deutschland hat europaweit die ehrgeizigsten umweltpolitischen Ziele. Es muss aber auch eine ausreichende Energieversorgung sicherstellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um den Verbrauchern zu ermöglichen, ihre Heime zu erschwinglichen Preisen zu heizen.  In der anstehenden Debatte, in der es darum geht, eine pragmatische und ausgewogene Lösung zu finden, sollte unnötige Rethorik vermieden werden“ kommentierte Marcus Pepperell, Pressesprecher von Shale Gas Europe. „Es macht keinen Sinn erneuerbare Energien als einzige Lösung zu fördern, wenn das zur Folge hat, dass Deutschland mehr Kohle einführen muss, um die Nachfrage zu decken“.

Was sind Deutschlands energiepolitischen Herausforderungen?

  • Deutschland ist Europas größter Energieverbraucher mit einem Anteil von 19,3% des europäischen Energiebedarfs.[1]
  • Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Elektrizitätskosten in Europa, nur in Dänemark ist Elektrizität teurer.[2] Dies hatte bereits einen wichtigen Einfluss auf Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit mit Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Investitionen.
  • 16,6 Millionen Wohnungen in Deutschland hängen von Erdgas ab[3], das außerdem 25% des Energiebedarfes der Industrie deckt. [4]
  • Deutschland hat ehrgeizige Klimaziele. Das Land will seine Kohlenstoffemissionen bis 2050 um 80% im Vergleich zu dem Niveau von 1990 vermindern und den Anteil der aus erneuerbaren Energieträgern gewonnenen Energie auf 60% steigern.
  • Trotzdem wird Deutschland in der absehbaren Zukunft noch immer von fossilen Brennstoffen abhängen, die in 2050 noch 40% der Energieversorgung ausmachen werden.
  • Während Deutschland versucht, seine Energienachfrage und Versorgung auszugleichen, ist es extrem abhängig von Energieimporten geworden. Deutschlands Energieabhängigkeit ist auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren und in 2013 auf 62,7%  des Energieverbrauches angewachsen. Dies ist 10% über dem EU Durchschnitt. [5] 
  • Deutschland verbraucht und importiert außerdem wachsende Mengen an Kohle, ein deutlich stärker emittierender fossiler Brennstoff.[6]

Ein Fall für Schiefergas

  1. Deutschland hat einige der bedeutsamsten Schiefergasreserven in Europa – diese werden auf 2,3 Billionen Kubikmeter geschätzt.[7] Dies könnte 20% von Deutschlands jährlichen Bedarf an Erdgas für einen Zeitraum von 100 Jahren decken.
  1. Jede Schiefergasförderung reduziert Deutschlands Abhängigkeit von teuren Importen. Eine sichere Energieversorgung würde auch bewirken, dass Deutschland externen geopolitischen Faktoren weniger ausgesetzt wäre.
  1. Erdgas ist zudem der fossile Brennstoff, der am wenigsten CO2 emittiert, und zwar 41% bis 49% weniger als Kohlekraftwerke. [8] Schiefergas könnte daher sehr gut mit erneuerbaren Energien funktionieren, indem Kohle als Brennstoff ersetzt wird. So könnte Deutschland seine CO2 Emissionen weiter vermindern und seine Klimaziele erreichen.

– ENDE –

 Über Shale Gas Europe: Shale Gas Europe ist eine von FTI Consulting betreute Plattform für alle Akteure, die an der Debatte über Exploration und Erschließung von Schiefergas, eingeschlossenem Erdgas (Tight Gas) und Flözgas teilnehmen wollen. Ziel der Plattform ist es, den Dialog und das Bereitstellen aktueller Informationen aus erster Hand über alle wichtigen Themen zur Erschließung und Förderung von Schiefergas in Europa für Bürgerinnen und Bürger, politische Entscheidungsträger und die Medien zu fördern. Shale Gas Europe wird unterstützt von Chevron, ExxonMobil, Halliburton und Shell. Weitere Informationen finden Sie unter: stage.shalegas.emperor-design.com

Medienkontakt:

Mateusz Stankiewicz-Szynka

Sophia Lyscom

Direktwahl: +32 2 289 08 73

info@shalegas-europe.eu

Twitter: @shalegaseurope

 

[1] http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/File:Final_energy_consumption,_1990%E2%80%932012_(million_tonnes_of_oil_equivalent)_YB14.png

[2] http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/File:Half-yearly_electricity_and_gas_prices,_first_half_of_year,_2011%E2%80%9313_(EUR_per_kWh)_YB14.png

[3] http://www.dena.de/presse-medien/pressemitteilungen/haushalte-zahlten-2013-ueber-50-milliarden-euro-fuer-gebaeudeenergie.html

[4] https://www.destatis.de/EN/FactsFigures/EconomicSectors/Energy/Use/Tables/EnergyUseIndustry.html

[5] http://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/6614030/8-09022015-AP-EN.pdf/4f054a0a-7e59-439f-b184-1c1d05ea2f96

[6] http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Dokumentationen/dokumentation-der-bergbau-in-der-brd-2013,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

[7] http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/BGR_Schiefergaspotenzial_in_Deutschland_2012.html?nn=1542132

[8] http://ec.europa.eu/clima/policies/eccp/docs/120815_final_report_en.pdf

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